FSV Rheinfelden – SV Rot-Weiß Ballrechten/Dottingen 1:1

Deutschland, Landesliga Südbaden – Staffel 2 (7.Liga)
Samstag, 20. April 2024, 16.15 Uhr
Rheinfelden in Baden, FSV-Sportanlage Warmbach – Platz 2

Im deutschen Teil der Grenzstadt Rheinfelden wartet schon das zweite Landesliga-Spiel des heutigen Tages auf mich. Guter Schnitt. Rheinfelden ist Sitz der Feldschlösschen-Brauerei  (nicht zu verwechseln mit der fast gleichnamigen Feldschlößchen-Brauerei in Dresden – allerdings gibt es im schweizerischen Deutsch den Buchstaben ß nicht) und gab es ursprünglich nur auf der Schweizer Seite, durch den Bau der Eisenbahn dehnte sich die Stadt aber über den Rhein hinaus nach Deutschland aus, denn der Bahnhof von Rheinfelden wurde nördlich des Grenzflusses gebaut. Warum? Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Bahnverbindung vom schweizerischen Basel ins schweizerische Schaffhausen gebaut, allerdings von der badischen Staatsbahn und damit über badischen Boden. Diese sogenannte Hochrheinbahn löste so einige Kuriositäten aus. Zum einen wäre da der 1913 fertigstellte Badische Bahnhof von Basel, der zwar mitten in Basel und damit in der Schweiz liegt, aber von der Deutschen Bahn betrieben wird, bahnrechtlich zu Deutschland gehört und in dem der deutsche Zoll zuständig ist – sozusagen eine deutsche Enklave. Nicht ganz so ist es beim Endbahnhof in Schaffhausen, der aber ebenfalls in den deutschen Bahntarif eingebunden ist und in dessen Fassade der Name der seit 1994 gar nicht mehr existierenden Deutschen Bundesbahn eingemeißelt wurde. Zwei weitere sogenannte Badische Bahnhöfe gibt es in der Schweiz, nämlich in Beringen und Neuhausen am Rheinfall, und auch die werden bis heute von der DB betrieben. In Rheinfelden sorgte die Hochrheinbahn wie gesagt dafür, dass sich die schweizerische Stadt über den Rhein hinweg nach Deutschland ausdehnte. Der deutsche Teil von Rheinfelden ist formal eine eigenständige Stadt, die naturgemäß recht jung ist, weil sie erst mit der Eröffnung dieses Abschnitts der Hochrheinbahn am 4. Februar 1856 entstand. Mit dem Europastadion steht im deutschen Teil dafür ein richtig ansehnlicher Ground, der mir bislang sogar noch fehlt (lediglich den Nebenplatz habe ich), aber inzwischen eigentlich nicht mehr machbar ist, da der FSV Rheinfelden vor knapp drei Jahren in seine neue Sportanlage im Stadtteil Warmbach zog. Bitter. Noch bitterer aber, dass dort entgegen der Ankündigung nicht auf dem Hauptplatz (fünf überdachte Stufen), sondern nur auf dem Kunstrasen-Nebenplatz (kein Ausbau) gespielt wird. Doppel-Zonk. Da hat man wohl aufgrund des Wetters kalte Füße bekommen, wobei es das ganze Spiel über trocken bleibt. Macht diese ohnehin unsympathische Sache mit der neuen Sportanlage nicht sympathischer.