Belgien, 1.Prov Brabant ACFF/Bruxelles (6.Liga)
Samstag, 4. November 2023, 20.30 Uhr
Ixelles/Elsene, Stade Albert Demuyter/Albert Demuyterstadion
Nach dem Abpfiff im Heyselstadion geht es wieder hinein in diese absolut fantastische 1970er-Jahre-Metro der Hauptstadtregion Brüssel. Die feier ich total ab, weil sie einst super-modern war (gebaut in einer Zeit, in der Brüssel noch relativ frisch gebackene europäische Hauptstadt war und dadurch enorm viele Infrastrukturprojekte angestoßen wurden, die Brüssel bis heute prägen), inzwischen aber wie aus der Zeit gefallen wirkt. Während es in anderen großen Städten des Kontinents schon fast überall digitale Anzeigen gibt, bildet man hier noch einfach den Linienplan ab und markiert mit roten Lämpchen, wo sich die einzelnen Metro-Züge gerade befinden. Ab nach Hause und „Dalli, Dalli“ schauen! Nein, es geht natürlich direkt rein in die nächste Friterie und dann Ixelles bzw. Elsene, ebenfalls eine der 19 offiziell durchweg zweisprachigen Gemeinden der Hauptstadtregion. Im dortigen Stade Albert Demuyter nimmt einen ein schon sehr ramponiertes Eingangstor in Empfang, was die Vorfreunde auf einen eine weitere Bruchbude im „Tschechien des Westens“ wachsen lässt, dahinter steht aber eine für belgische Verhältnisse relativ moderne überdachte Tribüne. Warum deren Stützen ganz modern mit blauem Licht beleuchtet werden, versteht kein Mensch, zumal lediglich ein (!) Zuschauer auf selbiger Platz nimmt, während der Rest lieber im warmen Vereinsheim bleibt. Und beim Rest reden wir von unter zehn Leuten, die wirklich wegen des Spiels gekommen sind, so dass das hier ein recht seltsames Sechstliga-Spiel ist. Aber wie schon oft gesagt: Ich mag Spiele mit so derart niedriger Zuschauerzahl. In der zweiten Halbzeit wird’s dann komischerweise etwas voller, aber die 30-Zuschauer-Marke wird nach wie vor nicht durchbrochen. Nach dem Spiel schaue ich noch kurz beim EU-Parlament vorbei, da ich dort ohnehin mit dem Linienbus umsteigen muss, allerdings ist rein gar nichts los. Rein ins Hotel und pennen, schließlich rollt morgen früh wieder der Ball.





































