Deutschland, Bezirksliga Nördlicher Schwarzwald (8.Liga)
Mittwoch, 24. April 2024, 19.15 Uhr
Freudenstadt, Hermann-Saam-Stadion – Platz 2
Der Fußballbezirk Nördlicher Schwarzwald ist nicht gerade reich an guten Grounds. Gerade einmal vier Plätze gibt es mit überdachter Tribüne – das Albeckstadion in Sulz am Neckar, der Sportplatz in Fischingen (schönste Tribüne Württembergs), das Mühlbachstadion in Vöhringen und das Hermann-Saam-Stadion in Freudenstadt. Letzteres ist ganz klar das Premiumprodukt des Bezirks, zumal dort auch der mir bislang noch fehlende Nebenplatz etwas hermacht. Freudenstadt ist für zwei Dinge bekannt: Die 25.000-Einwohner-Stadt besitzt den größten Marktplatz Deutschlands (219 mal 216 Meter) und mit dem auf knapp 1.000 Meter Höhe gelegenen Ortsteil Kniebis einen kleinen Promi-Ort, in dem von 1985 bis 2016 der Schlagersänger Costa Cordalis und daher auch zeitweise seine Schwiegertochter Daniela Katzenberger gelebt hat. Der Katze war Freudenstadt aber zu langweilig, weshalb sie es dort nicht lange aushielt. Kniebis ist zugleich ein Wintersportort und die gleichnamige Passhöhe historische Grenze zwischen Württemberg und Baden und somit auch Sprachgrenze. Sehr winterlich wird es heute auch unten im „nur“ auf gut 700 Meter Höhe gelegenen Freudenstädter Stadtzentrum, denn während des Spiels ereignet sich ein radikaler Wetterumschwung, der für eine weiße Schneedecke auf dem Kunstrasen sorgt. Klar, wir sind hier in relativ hoher Schwarzwald-Lage, aber so urplötzlich habe ich das noch nie erlebt. Den Schiedsrichter juckt das jedoch nicht die Bohne und es wird ganz normal weitergespielt – als wäre nichts passiert. Der inzwischen auch als Champions-Park bezeichnete Nebenplatz ist mit drei Sitzbankreihen auf einem Hang ausgerüstet und hat auch einen eigenen Cateringbereich, schließlich spielt die Spvgg Freudenstadt recht oft auf dem Kunstrasen-Nebenplatz. Heute bekomme ich eindrucksvoll vor Augen geführt, warum sie das macht.
















