Deutschland, Testspiel
Dienstag, 13. Februar 2024, 19 Uhr
Herne, Bickern-Sportplatz
Das Ruhrgebiet ist wirklich ein Füllhorn, das eine nie enden wollende Vielzahl an noch fehlenden Grounds ausspuckt – und die sind dann in der Regel kein 08/15-Scheiß. So auch heute der Sportplatz in Bickern: Asche, sechs Stufen, Sitzbänke auf der gegenüberliegenden Seite, eine weitere kleine Tribüne vor der Fressbude. Bickern gehört seit 1926 zu Wanne-Eickel, das wiederum seit 1975 zu Herne gehört. Der Bickern-Sportplatz liegt nicht weit entfernt vom Hauptbahnhof von Wanne-Eickel, an dem ich automatisch immer ein paar Minuten innehalten muss, schließlich steht er in enger Verbindung mit Heinz Rühmann, der der absolute Lieblingsschauspieler meiner Oma war. Die Eltern von Heinz Rühmann führten hier von 1906 bis 1916 die nicht mehr existente Bahnhofsgaststätte, in der der kleine Heinz (Jahrgang 1902) erste Bühnen-Erfahrungen sammelte, indem er die betrunkenen Gäste unterhielt. Heute ist der Bahnhofsvorplatz nach Heinz Rühmann benannt. Den Bickern-Sportplatz teilen sich mehrere Vereine, aktuell sind es nur noch der RSV Wanne und Zonguldakspor Bickern, zuvor waren aber auch die DJK Bickern Wanne-West und die Sportfreunde Treff Bickern Wanne hier drauf. Praktisch nichts ist heute beim Testspiel von Zonguldakspor gegen den VfB Börnig los. Überraschenderweise hat die Fressbude trotzdem geöffnet, aber bei Zonguldakspor gibt’s kein Bier. Damit muss man bei muslimisch geprägten Vereinen immer rechnen, aber glücklicherweise habe ich ohnehin eine kleine Auswahl an Ruhrpott-Bierchen im Groundhopper-Rucksack.





















