AOK Falirou K16 – AE Ikarou Kallitheas K16 5:1

Griechenland, K16 A Kategoria Peiraiá – Group 2
Sonntag, 4. Februar 2024, 19 Uhr
Peiraiá, Gipedo Sotiris Aggelopoulos

Einen kleinen Nachschlag gibt es noch, denn unten in Piräus wartet noch ein Jugendspiel. B-Jugend ist abseits der Profivereine wie erwähnt die älteste Altersstufe im griechischen Jugendfußball. Im Regionalverband Athen ist es die U17 (hier K17 genannt), im Regionalverband Piräus die U16. Das Gipedo Sotiris Aggelopoulos befindet sich unweit der Metro-Station Neo Faliro, die wiederum direkt zwischen dem Fußballstadion und der Basketballhalle von Olympiakos Piräus steht. Logisch: Hier ist alles fest in der Hand von Gate 7 – alles von vorne bis hinten in roter Farbe beschmiert. Das Gipedo Sotiris Aggelopoulos ist eigentlich die Heimat von PAS Palaio Faliro, dient aber auch anderen lokalen Vereinen als Spielort. Überraschenderweise hat sich heute Abend eine kleine Truppe von etwa zehn Jugendlichen zusammengefunden, die ihre Freunde auf dem Feld unterstützen – nicht nur mit Gesängen, sondern auch mit Pyrotechnik. Durch die Tribüne und die Nähe zum Meer macht das alles ja ohnehin schon Spaß, aber das wertet die Veranstaltung zusätzlich auf. Dazu eine Dose Zythos Vap (Bier von der Insel Rhodos) und ich bin wirklich wunschlos glücklich. Nach dem Spiel spaziere ich noch ein bisschen durch Piräus. Ziel ist die dortige Marina mit dem Uhrturm, der das Wahrzeichen von Piräus ist. Einen leckeren Souvlaki-Teller mit Tzatziki und Saganaki werfe ich ebenfalls ein und dann wartet einer meiner absoluten Sehnsuchtsorte auf mich, nämlich der große Hafen von Piräus. „Ich bin ein Mädchen auf Piräus und ich liebe den Hafen, die Schiffe und das Meer“, sangen zuerst Lale Andersen und dann Nana Mouskouri (hier nachzuhören) und ich habe automatisch dieses Lied im Kopf, wenn ich hier bin. Es gibt nur wenige Orte, an denen Fernweh so greifbar wird wie am Hafen von Piräus. Die großen Fähren, das Geräusch von rollenden Koffern und diese Anzeigentafel, die die Abfahrt zu allen möglichen griechischen Inseln anzeigt – das ergreift mich jedes Mal aufs Neue. Mykonos, Kreta, Naxos, Rhodos, ich wäre jetzt gerne überall sofort an Bord. Aber sich auch einfach nur mit einem Bierchen auf einen Poller zu setzen, an dem das Tau der Fähren befestigt wird, aufs Wasser zu schauen und dabei griechische Musik oder eben Nana Mouskouri zu hören macht mich unfassbar glücklich. So sehr, dass ich beinahe die letzte Metro zurück zum Omonia-Platz verpasse. Die fährt übrigens um 0.30 Uhr. Und damit endet leider auch schon die Athen-Tour. Am nächsten Morgen ein letzter Souvlaki-Teller am Omonia-Platz, dann muss dieser unverschämte Sondertarif in Höhe von 9 Euro für die Metro-Fahrt zum Flughafen gelöhnt werden und pünktlich bringt mich Lufthansa wieder nach Frankfurt.