FC Wetter – SC Obersprockhövel II 2:1

Deutschland, Bezirksliga Westfalen – Staffel 6 (8.Liga)
Samstag, 10. Februar 2024, 15 Uhr
Wetter an der Ruhr, Waldstadion Harkortberg

Weiter geht’s mit dem Auto von Lendringsen zum FC Wetter und da sollte man unbedingt vorab ein bisschen Zeit einplanen. Denn oben auf dem Harkortberg hat man nicht nur eine schöne Sicht hinunter auf die Ruhr, die in diesem Bereich sehr breit und somit zum Harkortsee wird, sondern sollte auch noch zum 35 Meter hohen Harkortturm gehen. Benannt ist das alles übrigens nach Friedrich Harkort, der als „Vater des Ruhrgebiets“ gilt. Er gründete 1819 hier in Wetter die Harkort’sche Maschinenfabrik und legte damit den Grundstein für den Bergbau im Pott. Die dort produzierten Dampfmaschinen, Pumpen, Schienen und Kessel machten die Arbeit unter Tage überhaupt erst möglich. Zu seinen Ehren wurde 1884 der Harkortturm als Aussichsturm gebaut. Interessant ist er deshalb, weil er Teil der Tribüne eines Fußballplatzes wurde – natürlich auf Asche. Laut meiner Recherche haben dort nur die zweite Mannschaft und die Jugendmannschaften des FC Wetter gespielt. 2015 wurde er durch die Stadt Wetter für Fußball gesperrt, da Autos über ihn gefahren waren und dabei zu tiefe Furchen hinterließen. So berichtet es zumindest die „Westfalenpost“ (hier nachzulesen). Absolut schade, denn das ist wirklich ein absoluter Top-Ground! Aber auch das Waldstadion direkt nebenan kann sich sehen lassen. Eine massive Steintribüne auf der einen Seite, eine kleine überdachte Tribüne auf der anderen, ein Vereinsheim mit viel 1960er-Jahre-Charme und das alles richtig schön in den Wald integriert.