DJK SV Eintracht Heessen – SG Bockum-Hövel 0:5

Deutschland, Testspiel
Donnerstag, 25. Januar 2024, 19.30 Uhr
Hamm in Westfalen, Marienstadion – Platz 2

Jedes Mal, wenn ich von Bielefeld mit dem Zug ins Ruhrgebiet fahre (und das kommt ja doch ab und zu vor), hält der Zug am Bahnhof Hamm-Heessen. Und jedes Mal frage ich mich: Was will man hier? Heute gehöre ich selbst zu den verlorenen Seelen, die in Hamm-Heessen aussteigen. Das Ziel ist klar, es ist das Marienstadion, auch wenn Eintracht Heessen dort nur noch auf dem ausbaulosen Kunstrasen-Nebenplatz spielt. Sogar eine digitale Anzeigentafel hat man sich dort hinter die Eckefahne gesetzt, auf der non-stop ein Counter bis zum nächsten Heimspiel herunterzählt. 23 Tage und 18 Stunden sind es noch, bis der VfL Kamen kommt. Hoffentlich hört man den Sarkasmus heraus, mit dem ich diese Information niederschreibe. Es gibt Dinge, die sind einfach unnötig. Gespart hat man sich dafür Treppen und stellt stattdessen einfach einen Stapel Betonfliesen vor die Mauer, auf die man steigen muss, wenn man hinter dem Tor entlanglaufen will. Prioritäten setzen. Sehr modern ist das Vereinsheim, in dem es gleich sechs verschiedene Wurstsorten gibt, dazu Frikadelle, Pommes und Schnitzel – und das alles zum schmalen Preis. Ein Schnitzel bekommt man schon für 6,50 Euro. Licht und Schatten in Hamm-Heessen.