TV Dalbecksbaum – KFC Uerdingen 1:2

Deutschland, Oberliga Niederrhein (5.Liga)
Samstag, 2. März 2024, 15.30 Uhr
Velbert, Sportplatz Birth

Chaosclub KFC Uerdingen – der geht auswärts immer. Der DFB-Pokal-Sieger von 1985, der sich in der anschließenden Europapokal-Saison diese unglaubliche Schlacht im Viertelfinale gegen Dynamo Dresden geliefert hat, hängt nun schon das zweite Jahr in Folge in der Oberliga fest. Eigentlich müsste man mit ihm viel häufiger die Oberliga-Grounds machen, zumal die Zeichen auf Aufstieg stehen. Heute klappt das endlich mal. Dass beim KFC Uerdingen trotz des sportlichen Erfolgs nicht alles rund läuft, sieht man schon beim Blick auf die Trikots, denn auf ihnen wurde der Brustsponsor überklebt. Dort ist jetzt nur noch „Krefeld“ zu lesen. Aber auch dem provisorisch mithilfe von Bauzäunen hochgezogenen Gästeblock merkt man nicht an, dass der KFC Uerdingen aktuell sportlich gut dasteht, denn zum einen sind nur 150 Krefelder mitgereist und zum anderen wird nur sporadisch supportet. Sieht fast wie ein Boykott aus, ist es aber nicht. Der heimische TV Dalbecksbaum, der inzwischen unter dem Namen „TVD Velbert“ antritt, spielte eigentlich immer nur auf lokaler Ebene, vollzog in den vergangenen Jahren aber einen recht kometenhaften Aufstieg, natürlich mit einem Geldgeber im Hintergrund. 2004 war der TVD noch in der Kreisliga B, seit 2019 ist er in der Oberliga. Unsympathisch. Nicht mitgewachsen ist der Sportplatz des Vereins, der auf der Gegengeraden lediglich mit fünf Stufen ausgestattet ist. Dort ist auch der provisorische Gästeblock untergebracht. Auf der Hauptseite stehen nur das graue Vereinsgebäude, das wie ein Plattenbau aus der DDR aussieht (aber mit CDU-Werbung davor), und eine kleine überdachte Tribüne, die den VIPs vorbehalten ist. Nicht wirklich oberligawürdig. Andererseits geht es mit solchen Vereinen, die kometenhaft aufgestiegen sind, ja auch meist kometenhaft wieder bergab, so dass das nur ein temporäres Problem sein dürfte.