Deutschland, Oberliga Niedersachsen (5.Liga)
Mittwoch, 20. März 2024, 20 Uhr
Bersenbrück, Hasestadion
Auch das Hasestadion in Bersenbrück habe ich mir lange aufgespart, um es mal mit einem guten Gegner zu machen. In meiner letzten Woche in Bielefeld müssen all diese Dinger nun fallen, aber im Fall des Hasestadions habe ich wirklich Glück, denn es ist ein guter Gegner zu Gast. Atlas Delmenhorst hat eine sehr spezielle Fanszene, die für einen Amateurverein ungewöhnlich groß ist, aber in der es überhaupt keine Ultras gibt, sondern eher so Biker und Rocker. Dass die Polizei mit mehreren Streifenwagen rund ums Hasestadion parat steht, unterstreicht den speziellen Ruf der Delmenhorster Fanszene. Tatsächlich kommt es nach dem Spiel auf dem dunklen Parkplatz auch zu Rennereien, was da aber die genaue Ursache ist und wer alles involviert ist, kann ich nicht erkennen. Im Stadion hängen fünf Zaunfahnen im provisorischen Gästeblock, Support gibt es aber nicht. Es sind halt keine Ultras. Solche gibt es mit der Sektion Red River allerdings auf Heimseite. Etwa 20 Leute mit Trommel und Megaphon, die ein bisschen wie dumpfe Dorfultras wirken, aber auch ihre lichten Momente haben. So wird ein Protestbanner gezeigt („Wegen 80 Euro Geldstrafe Stadionverbot – ernsthaft?“), das jedoch umgehend von den vereinseigenen Rentner-Ordnern einkassiert wird. Bisschen sehr lächerlich von Vereinsseite, weil ja überhaupt keine Beleidigung dabei war, aber die Jungs lassen sich das Banner auch anstandslos abnehmen. Supportet wird auf Bersenbrücker Seite recht durchgängig, darunter auch immer mal wieder Gepöbel gegen Atlas Delmenhorst und ein ganz „Mutiger“ springt während des Spiels mal vermummt über das Stankett und tut so, als wolle er in Richtung Gästeblock gehen. Naja. Ansonsten ist die hohe Zuschauerzahl auffallend, wobei das hier rund um Osnabrück bei einem Flutlichtspiel auch nicht wirklich ungewöhnlich ist. Das Stadion selbst verfügt über drei Stehstufen, ein sehr modernes Vereinsheim und eine noch moderne Video-Anzeigentafel. Auffallend ist ebenso die gigantische Zahl an Werbebanden, aber irgendwie muss das ganze moderne Zeug ja auch finanziert werden.





















