Spvgg Erkenschwick – FC Eintracht Rheine 2:2

Deutschland, Oberliga Westfalen (5.Liga)
Mittwoch, 21. Februar 2024, 19.30 Uhr
Oer-Erkenschwick, Jule-Ludorf-Sportanlage

In gut einem Monat ist Feierabend für mich in Bielefeld, also muss jetzt ganz dringend bei dem Verein vorbeigeschaut werden, den ich mir immer für einen guten Gegner aufgehoben habe: Spvgg Erkenschwick. Der besitzt mit dem Stimbergstadion einen der besten Grounds des Ruhrgebiets, weicht aber auch häufig auf den Nebenplatz aus. Der ist inzwischen sogar mit einer überdachten Tribüne ausgestattet und erhielt mit Jule-Ludorf-Sportanlage einen eigenen Namen (benannt nach Julius Ludorf, der für die Spvgg Erkenschwick in der Nachkriegszeit 75 Tore in 161 Erstliga-Spielen erzielte), so dass für mich immer klar war, auf jeden Fall beide Plätze machen zu wollen. Meine eigentliche Strategie sah daher so aus: Fokus auf den Hauptplatz legen, im Idealfall gegen einen guten Gegner, und wenn dann wider Erwarten doch auf dem Nebenplatz gespielt werden sollte, habe ich immer noch eine zweite Chance, den Hauptplatz zu machen. Jetzt habe ich allerdings Zeitdruck und kann mir diese abwartende Haltung nicht mehr leisten. Dass das heutige Flutlichtspiel gegen Eintracht Rheine auf dem Nebenplatz stattfinden wird, ist vollkommen klar, denn der Hauptplatz besitzt kein Flutlicht. Also muss brauche ich dann bei meinem zweiten Besuch in Erkenschwick, der zwangsläufig innerhalb der nächsten vier Wochen erfolgen muss, unbedingt einen Haupttreffer in Form eines Spiels auf dem Hauptplatz. Um mich schon einmal so richtig in Ruhrpott-Stimmung zu bringen, teste ich vor der Abfahrt die neue Currywurst-Bude vor dem Bielefelder Hauptbahnhof, die mich allerdings nur bedingt überzeugt. Völlig überteuert und dazu wird die Currywurst hipstermäßig mit einem Basilikumblatt serviert. Nee, lass mal – da greife ich lieber später noch einmal in Erkenschwick zu. Bei strömendem Regen erreiche ich pünktlich die Jule-Ludorf-Sportanlage, für die mal wieder der Ausspruch gilt: Im Ruhrgebiet sind selbst die Nebenplätze besser als anderswo die Hauptplätze. Die Spvgg Erkenschwick spielt aktuell um den Aufstieg in die Regionalliga mit, entsprechend viele Zuschauer sind anwesend. Und da hier nur zwei Seiten begehbar sind, wird es mitunter richtig kuschelig. Einzige Enttäuschung ist, dass es kaum Support gibt, obwohl Zaunfahnen hängen und es sportlich wie gesagt gut läuft bei den Gastgebern. Vielleicht liegt es ja tatsächlich am fürchterlichen Wetter. Ich bin wirklich gespannt, wie das dann in ein paar Tagen – hoffentlich – auf dem Hauptplatz aussehen wird.