Deutschland, Testspiel
Samstag, 13. Januar 2024, 15 Uhr
Rheda-Wiedenbrück, TSG-Kampfbahn – Platz 2
13. Januar – in Westfalen läuft schon wieder der Testspielbetrieb. Bei mir zu Hause in Baden-Württemberg Mitte Januar völlig undenkbar, aber auch das nehme ich in meiner bald endenden Bielefeld-Zeit gerne mit. Dass der Ball heute aber auf dem Nebenplatz der TSG-Kampfbahn in Rheda rollt, steht lange auf der Kippe, denn in Ostwestfalen gibt es derzeit starke Hochwasser. So richtig mit Ministerpräsident-Besuch. Schon auf der Zugfahrt von Bielefeld nach Rheda-Wiedenbrück sehe ich viele überflutete Felder und auch auf der TSG-Kampfbahn liegen viele Sandsäcke aus. Durch den Zaun kann man gut sehen, dass auf den dahinterliegenden Feldern das Wasser noch knöchelhoch steht. Aber es kann gespielt werden! Zu Gast ist Westfalia Herne und da frage ich mich, was die eigentlich dazu verleitet hat, ein Testspiel im 100 Kilometer entfernten Rheda-Wiedenbrück anzusetzen. Gibt’s im Ruhrgebiet keine Gegner? Abgezählte 6 Zuschauer geben sich den Kick, darunter keine erkennbaren Herner. Dafür ist Westfalia-Trainer Christian Knappmann dabei, der einen ganz eigenen Ruf hat. Als Spieler war er bei 16 verschiedenen Vereinen (von Wacker Burghausen über Kickers Offenbach und Rot-Weiß Essen bis zum VfR Neumünster war wirklich alles dabei), als Trainer ist er für seinen exzentrischen Stil bekannt. Dass er mich hier heute per Handschlag begrüßt, weil er mich offenbar für einen Offiziellen hält, betrachte ich als Ritterschlag.
























