Deutschland, 3.Liga (3.Liga)
Mittwoch, 20. Dezember 2023, 19 Uhr
Bielefeld, Stadion Alm
So langsam würde sich bei mir eine Dauerkarte auf der Alm lohnen. Oder zumindest ein Ossi-Paket, denn nach Hansa Rostock im Februar und Erzgebirge Aue vor knapp drei Wochen sehe ich nun schon das dritte Arminia-Heimspiel in diesem Jahr gegen einen Ost-Verein. Das ist allerdings wirklich reiner Zufall und stets dem Termin geschuldet – und nicht dem Gegner. In diesem Fall gegen Dynamo Dresden also ein Flutlichtspiel und die nehme ich auf der Alm ja besonders gerne mit. Vorab noch eine Runde über den Bielefelder Weihnachtsmarkt gedreht, auf dem aufgrund des Regens nur sehr wenig los ist. Auch keine Sachsen erkennbar in Sicht. Die Alm ist dagegen mit offiziell 22.041 Zuschauern recht gut gefüllt, darunter knapp 2.000 Gästefans. Ist natürlich immer die Frage, wie viele davon wirklich aus Sachsen angereist sind, denn in den alten Bundesländern und insbesondere in wirtschaftsstarken Regionen wie Ostwestfalen gibt’s natürlich auch immer reichlich Exilanten. Festzuhalten bleibt aber, dass Dynamo den Gästeblock auf der Alm an einem Mittwoch deutlich besser füllt als Aue vor knapp drei Wochen an einem Samstag. Sehr kompakter Auftritt von Dynamo, gute Lautstärke und optisch mit einer sehr geschlossenen Schalparade zu Spielbeginn und einer saftigen Pyroshow zum Start der zweiten Halbzeit absolut sehenswert. Irgendwann drehen dann etwa 80 Prozent der Dynamo-Fans ihre Bomberjacken um und verwandeln den Gästeblock in ein einheitliches Orange. Stark, wie viele Leute da mitmachen. Während des Spiels gibt es noch eine gemeinsame Anti-DFL-Aktion von Heim- und Gästeblock, rund um die Alm soll es dagegen zu einigen Zwischenfällen gekommen sein. Das Fanprojekt Dresden berichtet im Nachgang davon, dass zahlreiche Dynamo-Fans wie angewiesen an der drei Straßenbahn-Haltestellen entfernten Universität geparkt hätten, sie dort und auf dem Weg zur Alm aber nicht ausreichend von der Polizei geschützt wurden und so zu einigen Übergriffen gekommen sei (hier nachzulesen). Das Fanprojekt Dresden schreibt: „In unseren Augen zeigen diese Vorfälle ein komplettes Versagen des Sicherheitskonzeptes für An- und Abreise auf.“ Auf Heimseite brennt sportlich der Baum, denn es droht der dritte Abstieg in Folge. 2022 noch Bundesliga, nächstes Jahr Regionalliga West – dieses Szenario könnte durchaus eintreten. So etwas wirkt selten positiv auf die Stimmung, schon gar nicht wenn man wie heute abermals verliert, aber zumindest über weite Strecken ist die doch recht gut. Die Alm hat sich da schon sehr gemacht – deswegen bin ich ja auch immer öfter hier. Das für mich letzte Fußballspiel des Jahres klingt in meiner Stammkneipe im Bielefelder Osten aus, weiter geht es dann im Januar in Süditalien.









































