TSC Eintracht Dortmund – Hombrucher SV 1:2

Deutschland, Kreispokal Dortmund (3.Runde)
Donnerstag, 23. November 2023, 20 Uhr
Dortmund, TSC-Stadion an der Flora – Platz 2

Der Feierabend wird wo verbracht? Natürlich bei einem Bierchen im Zug auf dem Weg zum Fußball im Ruhrpott. Das Dortmunder Westfalenstadion ist heute mein Ziel, genauer gesagt seine Nachbarschaft, in der das Stadion des Turn- und Sportclubs Eintracht steht. Ein Großverein mit über 30 Abteilungen, darunter auch eine große Hockey-Abteilung, für die der Hauptplatz des TSC-Stadions zum Hockeyplatz umgebaut wurde. Die Fußballer spielen seitdem auf dem völlig belanglosen Nebenplatz. Einen Blick wert ist aber die Geschichte der Fußball-Abteilung, denn in ihr steckt der 1895 gegründete Dortmunder SC, der der älteste Fußballverein Dortmunds ist. 1933 schloss er sich den Sportfreunden Dortmund an, um zur neuen Nr.1 von Dortmund zu werden. Die Borussia schwächelte damals und war erst ab 1936 in der damals erstklassigen Gauliga vertreten. Die Union aus Sportfreunden und DSC hielt sich jedoch nur in der Saison 1933/34 in der Gauliga und stieg sofort ab, womit Dortmund anschließend zwei Jahre lang ohne Erstligisten war. Beide Vereine trennten sich nach dem Gauliga-Abstieg wieder. Der DSC war von 1956 bis zur Bundesliga-Gründung 1963 immerhin noch Zweitligist und wurde 1969 schließlich von der Eintracht geschluckt. Interessant: Obwohl man so viel Dortmunder Fußball-Tradition in sich trägt und sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Westfalenstadion befindet, ist man nicht Kooperationsverein der Borussia, sondern vom VfL Bochum. Wirklichen Charme hat die Anlage nicht und da es sich wie erwähnt um einen Großverein handelt, herrscht in der Turnhalle auf dem Gelände ein ständiges Kommen und Gehen, was auch nicht wirklich für Fußball-Atmosphäre sorgt. Ein richtig ekelhaftes Regenwetter kommt hinzu, so dass ich wirklich froh bin, dass sich der haushohe Favorit aus Hombruch knapp mit 2:1 nach 90 Minuten durchsetzt und das Ding nicht auch noch in die Verlängerung geht. Für das einzige Stück Nostalgie sorgt die Straßenbahn-Fahrt zurück zum Dortmunder Hauptbahnhof, denn auch in Dortmund sind noch alte Düwag-Wagen im Einsatz – made in W. Germany. Dafür sorgt National Express wieder für den üblichen Wahnsinn, so dass ich mit fast einer Stunde Verspätung wieder in Bielefeld ankomme.