Deutschland, Testspiel
Sonntag, 9. Juli 2023, 13 Uhr
Dortmund, DSW21-Platz
Nach dem gestrigen ungewohnten Ausflug in die Niederlande warten heute ganz gewohnt drei Spiele im Ruhrgebiet. Ganz und gar ungewöhnlich klingt allerdings der Vereinsname des ersten Gastgebers des Tages. Die Erklärung: DSW21 ist die Abkürzung der Dortmunder Stadtwerke, DEW21 der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung. Und genau wie bei Stuttgart 21 hängt man noch die Zahl 21 (für das 21. Jahrhundert) dran, um Zukunftsfähigkeit zu demonstrieren. Hoffentlich ist man in Dortmund zukunftsfähiger als in Stuttgart. Die beiden städtischen Unternehmen haben eine gemeinsame Betriebssportgruppe, die im Stadtteil Körne einen eigenen Sportplatz besitzt – direkt neben dem dortigen Stadtwerke-Gelände. Der gilt als nicht ganz so einfach zu machen, da er nur in den warmen Monaten bespielt wird und mangels Flutlicht keine Abendspiele auf ihm stattfinden können. Zudem pfeift die Betriebssportgruppe von DSW21 und DEW21 sportlich aus dem letzten Loch. Es gibt keine Jugend und keine zweite Mannschaft – und die erste Mannschaft spielt nur in der Kreisliga C, also der untersten Liga. Da weiß man also nie so recht, wie lange es die Truppe noch geben wird. Der ramponierte Zustand der Sportanlage spricht ebenfalls nicht dafür, dass hier Zug dahinter ist. Die Höchstnote gibt es von mir allerdings für die eingezäunte Laterne unweit des Tores. Vertrauen in die Offensive sieht anders aus. Einen nicht alltäglichen Vereinsnamen hat auch der heutige Testspielgegner aus DO-Mengede, denn er hat eigentlich gar keinen Vereinsnamen, sondern tritt nur unter den Namen des Stadtteils auf. Es handelt sich hier um einen Zusammenschluss der beiden Vereine TBV Mengede und DJK Spielvereinigung Mengede, die ab 1989 zunächst nur im Jugendbereich kooperierten und 2001 schließlich ganz fusionierten. Auf einen neuen Vereinsnamen konnte man sich dabei offensichtlich nicht einigen und nennt sich seitdem einfach nur Mengede.













