FV Lörrach-Brombach III – FC Hauingen 3:0

Deutschland, Kreisliga A Hochrhein – Staffel West (9. Liga)
Sonntag, 28. Oktober 2018, 10.30 Uhr
Lörrach, Sportpark Grütt – Platz 3

Nach geruhsamer Nacht im F1-Plastik-Hotel des Flughafens Basel/Mulhouse steht der fünfte von insgesamt sieben Grenzübertritten dieser Tour bevor. Der wird genutzt, um beim Lörrach-Paradoxum einen Schritt weiter zu kommen. Dort gab es 2011 eine Fusion des traditionsreichen FV Lörrach, bei dem Ottmar Hitzfeld, Christian Streich und Sebastian Deisler groß wurden, mit dem FV Brombach. Als Heimstätte genutzt wird weiterhin der Grüttpark des FV Lörrach, der allerdings aus drei verschiedenen Plätzen mit Tribüne besteht. Der eigentliche Hauptplatz, der über den größten Ausbau verfügt, dient inzwischen nur noch den Lörracher Leichtathleten und wird vom FV Lörrach-Brombach nicht bespielt. Platz 2 und 3 teilen sich die Vorder- und Rückseite der gleichen Mini-Tribüne. Da die erste Mannschaft (Verbandsliga) sowohl auf Platz 2 als auch Platz 3 spielt und der Hauptplatz ja irgendwie auch dazugehört, müsste man streng genommen also alle drei Plätze machen, um die Verbandsliga Südbaden konform zu komplettieren. Das erklärt auch, warum ich selbige noch nicht komplett habe, denn es fehlt einzig und allein noch der FV Lörrach-Brombach. Wagen wir uns also mal langsam an die Sache heran und fangen mit Platz 3 an. Auf dem kickt heute die dritte Mannschaft, die hopperfreundlich bereits um 10.30 Uhr zum Angriff bläst. Zum ersten Mal in dieser Saison wird Glühwein ausgeschenkt, was sich aufgrund der eisigen Temperaturen aber auch regelrecht aufdrängt. Umso zäher ist die Veranstaltung, die durch den lokalen Dialekt aber deutlich aufgelockert wird. In Baden-Württemberg kann man zwar häufig schon 80 bis 90 Kilometer vor der Schweizer Grenze einen schwiizerdütschen Spracheinschlag feststellen, der sich bereits ab Höhe Rottweil mit einem am Rachen kratzenden „ch“ bemerkbar macht. Hier in Lörrach wird aber ein nahezu 100-prozentiges Schwiizerdütsch gesprochen. Das geht sogar soweit, dass man den Euro „Stutz“ nennt. Bisher kannte ich das nur aus der Schweiz, dass man den Franken umgangssprachlich so bezeichnet. Nach Abpfiff bei der dritten Mannschaft könnte man es sich nun eigentlich leicht machen, sich zwei Stunden ins Vereinsheim setzen und dann ab 14.30 Uhr der Verbandsliga-Mannschaft auf Platz 2 zuschauen. Stattdessen geht es aber rüber ins Schweizer Jura, wo zur gleichen Zeit der FC Solothurn aufkreuzt.
 


















Platz 2:



Hauptplatz: